Doyle Brunson: Super System

Einer der erfolgreichsten Pokerspieler aller Zeiten ist Doyle „Texas-Dolly“ Brunson, der 1976 und 1977 zwei Mal hintereinander das Hauptevent der World Series of Poker (WSOP) gewinnen konnte und mit „Super System“ ein einschlägiges Werk hinterlassen hat.

Es besteht aus Volume I und Volume II, wobei das zweite Buch (2004) deutlich später veröffentlicht wurde als das erste (1979). Das erste Buch, welches auch als „Super/System“ bekannt ist, war eines der ersten Bücher überhaupt, das von einem Poker-Profi verfasst wurde.

In Super System werden neben Texas Hold’em No Limit auch andere Pokervarianten diskutiert, wobei wir uns auf pokerlernen.net nur auf diese Variante beschränken.

Die Ausführungen von Brunson zu No Limit Poker sind vor dem historischen Hintergrund zu lesen und würden bei einigen heutigen Spielern, die stark GTO-orientiert spielen, möglicherweise auf Kritik stoßen.

Es ist auf jeden Fall unterhaltsam geschrieben und enthält neben strategischen und theoretischen Tipps auch ein paar „weltmännische Beobachtungen“.

Aggressive Pokerstrategie von Doyle Brunson

Brunson ist bekannt dafür, recht aggressiv zu spielen und viele kleinere Pötte, bei denen andere Spieler keine Stärke zeigen, für sich zu gewinnen. Zudem spielt er auch gerne mal spekulative Hände – es ist kein Zufall, dass er mit der berühmt-berüchtigten Hand 10-2 wiederholt den „final table“ für sich entscheiden konnte.

„main take-away“ ist für uns die Einsicht, dass man vor allem die mittleren „suited connectors“, aber auch suited one- and two-gappers spielen kann, sofern man gute pot odds bekommt. Zu den Favoriten gehören bei uns 45s, 56s und 78s.

Um die Poker-Bibliothek zu komplettieren, ist das Werk von Doyle Brunson sicherlich ein „must have“, allerdings gibt es mittlerweile andere Bücher, die vor allem Einsteigern vermutlich schneller und besser weiterhelfen können.