Glossar

Calling Station (CS): jemand, der dauernd marginale Hände spielt, kaum selber erhöht aber oftmals mitgeht. Meistens ein Spieler, der nicht sonderlich erfolgreich ist beim Pokern. Die CS kann oftmals durch einen konservativen Ansatz (TAG) mit +EV bespielt werden.

Conti-Bet oder auch continuation bet ist ein weiterer Einsatz, nachdem ich z.B. mit AQs aus mittlerer Position erhöht habe und gegen einen callenden Spieler im Flop bin. Möglicherweise liege ich gegen den Big Blind vorne, weil er mit „face cards“ mitgegangen ist, aber auch nichts getroffen hat, z.B. mit KJ, JT oder suited connectors wie 67s in der Hand. Der Flop bringt uns beiden nichts, aber es wäre wohl -EV, wenn ich als preflop aggressor nicht bieten würde, obwohl ich immer noch vorne liege.

Double-barrel: ein Begriff aus dem fortgeschrittenen Bereich, bei dem der Preflop-Aggressor zweimal weiter bietet, meist als Bluff oder Semi-Bluff. Beispiel: ich erhöhe vor dem Flop mit AKo um 3BB und werde gecallt, evtl. von jemandem mit Ax, einem kleinen Pärchen (44 oder so) oder KJ etc. Der Flop bringt nichts Berauschendes, z.B. 63T, und ich mach eine Conti-Bet. Auch am Turn mache ich eine gute Conti-Bet, und mein Gegner geht raus, weil er auch nichts getroffen hat oder ein unteres Pärchen.

GTO: „game theory optimal“, also nach Spieltheorie optimal spielen. Dieses Konzept ist sehr mathematisch und statistisch und hilft dabei, erfolgreich(er) zu spielen. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass Poker deutlich mehr ist als nur spieltheoretisch korrekt zu setzen – die Psychologie könnte bei einem allzu GTO-fokussierten Spiel zu kurz kommen.

Heads-Up: das Spiel 1 gegen 1 – für viele beim Texas Hold’em No Limit die absolute Königsklasse.

to jam: jamming oder auch shoving all-in bedeutet, alle Chips in die Mitte zu legen.

Jesse Jones: die Bezeichnung für die Hand 45s, welche nach Doyle Brunson eine der schönen spekulativen Hände ist, mit der man starke Hände wie AK, QQ oder andere „premium hands“ bei geeignetem Flop gut auseinander nehmen kann.

to limp: limping oder limpen (dt.) heißt, den BB („big blind“) einzusetzen und nicht zu erhöhen. Oftmals bietet sich dieser Spielzug mit einem niedrigen Paar in der Hand („pocket pair“) an, wenn mehrere Spieler vor einem schon in den Pot eingestiegen sind und man bei einem Treffer sein Set macht und die Chance auf einen großen Pot-Gewinn hat.

TAG: ein sogenannter „tight-aggressive“ Spieler, der meist erfolgreich pokert und nach Pokertheorie, GTO, Mathe und Statistik korrekt spielt.