Texas Holdem

Auf dieser Unterseite wollen wir die Grundregeln zu Poker Texas Holdem vorstellen.

2 Karten als Starthand

Jeder Spieler erhält bei Poker Texas Hold’em zwei Karten, die nur der jeweilige Spieler sehen kann. Die bestmögliche Starthand sind zwei Asse. In einem Zweier-Duell („Heads-Up“) ist die schlechteste Hand 32o (das heißt eine 2 und eine 3 verschiedener Farben). Bei mehreren Spielern ist 72o die schlechteste Starthand.

In dieser Situation sind drei der 4 bestmöglichen Starthände aufeinander geprallt – nur KK hat noch gefehlt.
In dieser Tabelle sind die 11.3% der besten Starthände dunkel hinterlegt. Das sind denkbare Kartenkombinationen, wenn man an erster Stelle („under the gun“) in die Runde einsteigen möchte.

Die Community Cards

Die Gemeinschaftskarten („community cards“) sind für alle Spieler sichtbar. Zunächst werden im sogenannten „Flop“ drei Karten in der Mitte aufgedeckt. Bevor diese Karten aufgedeckt werden, gibt es allerdings die erste Setzrunde, wobei jeder Spieler auf seine individuelle Starthand bieten kann.

Bei mehreren Spielern (normalerweise bis maximal 10 an einem Tisch) sollte man mit möglichst guten Starthänden bieten, also z.B. AA, AK, JJ von frühen Positionen und auch mittleren Pärchen wie 88 sowie JTs (d.h. Bube-10 in einer Farbe) von mittleren Positionen, und mit kleinen Pärchen oder sogenannten „suited connectors“, d.h. Hände wie 54 oder 67 in einer Farbe von späten Positionen.

Nachdem nun der Flop aufgedeckt wurde, gibt es eine weitere Setzrunde. Wichtig ist, dass man immer mit seiner eigenen Starthand kombiniert mit den Gemeinschaftskarten spielt. Daraus ergibt sich die bestmögliche Hand.

Der Turn

Nach der zweiten Setzrunde wird nun die vierte Karte in der Mitte aufgedeckt, die nochmal entscheidende Veränderungen bringen kann bzgl. der besten Hand. Auch dann gibt es eine weitere Setzrunde.

Der River

Schließlich wird noch eine fünfte Karten aufgedackt, sofern es mindestens zwei Spieler gibt, die bis hierhin gesetzt bzw. mitgegangen sind und mitgeboten haben. Wenn dann die letzte Setzrunde beendet wurde, werden alle Karten aufgedeckt (also die Karten auf der Hand), sodass es zum „Show-Down“ kommt und jeder Spieler sehen kann, welche Hand gewonnen hat.

Von der Wertigkeit her gewinnen die folgenden Kombinationen:

  • Hohe Karte
  • Ein Paar
  • Zwei Paare
  • Drilling
  • Straße
  • Flush
  • Full House
  • Vierling
  • Straßen-Flush bzw. „straight flush“.

Man sieht also, dass die Grundregeln beim Texas Holdem Pokern denkbar einfach sind. Das Spiel an sich ist allerdings hochkompliziert, da man zu jeder Zeit mathematisch bzw. spieltheoretisch „perfekt“ spielen könnte.

Die Berechnungen zum strategisch besten Spielzug dauern allerdings selbst bei den besten Computern je nach Situation mehrere Stunden, was am Spieltisch „live“ jedoch unmöglich ist.

Es entscheiden also das individuelle Geschick, die Erfahrung, gute mathematische und statistische Kenntnisse, Menschenkenntnis (Psychologie) und auch die individuelle mentale Stärke und Disziplin.